Reportage von Marielle van Uitert: Gewalteskalation in El Salvador

El Salvadors berüchtigte Jugendgangs, die sogenannten Mara-Banden, sind verantwortlich für brutale Verbrechen: Morde, Erpressungen, Drogen- und Menschenhandel. Zwischen Januar und Juni 2015 wurden nach Regierungsangaben rund 3.300 Menschen ermordet. Und die Gewalt eskaliert weiter: Allein an den sechs Tagen zwischen dem 16. und 21. August 2015 sind weitere 220 Menschen ermordet worden.

El Salvador gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen sollen mehr als 100.000 junge Salvadorianer Mitglied der Mara-Gangs sein. Die Regierung geht von 72.000 Mitgliedern aus. 13.000 von ihnen sollen in salvadorianischen Gefängnissen sitzen.

Die Hauptgründe für den Zulauf zu den Banden liegen in der ständig wachsenden Armut, sozialer Ausgrenzung sowie schlechtem Zugang zu Schulbildung und Gesundheitsversorgung. Für die eskalierende Gewalt und die steigende Kriminalitätsrate sind brutale Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Gangs, das harte Durchgreifen der neuen Regierung und die grundsätzlich enthemmte Gewaltkultur in El Salvador verantwortlich.

Die niederländische Fotografin Marielle van Uitert hat die Gewalteskalation und ihre Folgen für Opfer und ihre Angehörigen, Polizei, Justiz und die Täter fotografisch dokumentiert. In unserem Dossier zeigen wir insgesamt 100 Fotos, die zwischen dem 26. Juli und 4. August 2015 in der Hauptstadt San Salvador aufgenommen worden sind.

Achtung: Einige Fotos sind schockierend, sie zeigen auch Leichen am Tatort und in der Rechtsmedizin.

>> zum Dossier mit allen 100 Fotos Gewalteskalation in El Salvador – Reportage von Marielle van Uitert