Auf Patrouille mit UN-Blauhelmen in Mali – zwei Reportagen von Marielle van Uitert

Unsere niederländische Fotografin Marielle van Uitert war Ende April 2016 als “embedded journalist” der UN-Friedensmission MINUSMA Im Norden und Nordosten Malis unterwegs. Sie war sowohl mit deutschen als auch mit nigerischen Friedenssoldaten auf Patrouille.

Auf Patrouille mit deutschen Friedenssoldaten in Gao im Nordosten Malis
Gao war von April 2012 bis Januar 2013 Hauptstadt des nicht anerkannten islamistischen Staates Azawad. Rebellierende Tuareg-Stämme hatten die Abspaltung der nördlichen Gebiete von der malischen Zentralregierung vorangetrieben. Im Rahmen eines UN-Mandats drängten die französischen Streitkräfte in Mali in der Operation Serval die islamistischen Gruppen aus allen größeren Städten der Region zurück. Inzwischen sind mehrere hundert Soldaten der Bundeswehr sowie anderer Nationen in der Region im Friedenseinsatz. Marielle van Uitert begleitete die deutschen Friedenssoldaten bei drei Aufklärungspatrouillen.

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Auf Patrouille mit nigerischen Soldaten im Nordosten Malis
Von Gao ging es mit einem Bataillon muslimischer Friedenssoldaten aus dem Niger (“Nigerbat”) weiter in den Osten in die Menaka-Region. Als eine der ersten Journalisten konnte Marielle van Uitert dort am Rande der Sahara dokumentieren, wie islamistische Rebellen die wenigen kleinen Dörfer verwüstet und über 20 Einwohner ermordet hatten. Auch neun Soldaten des Nigerbat wurden im Zuge der Auseinandersetzungen getötet. Nun versuchen die Soldaten die einheimische Bevölkerung vor versprengten islamistischen Rebellen zu schützen.

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Marielles Fotos in schwarzweiß und ein Interview mit ihr – auf niederländisch – gibt es bei VICE.